mit Rindswürsten, Ikonen und festlichem Tanz
Am Samstag, dem 9. Mai haben wir uns mit einer buntgemischten 16-köpfigen Gruppe aus der Kirchengemeinde Schelmengraben auf den Weg zur Jesus Bruderschaft nach Gnadental gemacht.
Seit einigen Jahren besteht ein loser Kontakt, nachdem eine Gruppe der Familien-Gemeinschaft aus Gnadental uns im Schelmengraben besucht und vor Ort für verschiedene Anliegen unserer Gemeinde und für den Stadtteil gebetet hat. Auch danach waren sie weiterhin an unseren Anliegen interessiert.
Nun endlich wollten wir selbst die Gemeinschaft besuchen und wurden sehr herzlich um 15 Uhr auf der Wiese im Kreuzgang mit einer kleinen Kennenlernrunde in Empfang genommen.
Nach einem ausgedehnten gemeinsamen Kaffeetrinken im Äbtissinnen-Haus, bei dem wir bereits mit etlichen Familien und Senioren der Gemeinschaft ins Gespräch kamen, drehten die Kinder mit zwei Vätern eine Runde durchs Dorf und begegneten dabei vielen Tieren, darunter Schafe, Kälber, Hühner und Katzen. Manche landeten sogar im erfrischenden Bach.
Währenddessen vertieften die Erwachsenen den Austausch. Wir hörten viel von Remy und Rose und Mirjam aus der Familiengemeinschaft und von Bruder Elia über das Leben als Bruder. Am meisten blieb bei mir hängen, dass sie es alle als einen großen Segen erleben, dass man miteinander redet, dadurch voneinander weiß und füreinander beten kann.
Auch das Erzählen darüber, dass sie als Senioren einmal den Bestatter einluden, um mit ihm zu überlegen, wie man die Särge billiger bauen könnte, sorgte für viel gemeinsames Lachen. Dann zeigte Bruder Elia seine selbstgeschriebene Ikonenausstellung, was für einige von uns das Highlight des Tages war.
Nach einem Gebet in der Dorfkirche ging es auch schon zur Sonntagsbegrüßung zurück ins ÄbtissinnenHaus. Zunächst wurde mit Kindern und Erwachsenen getrennt mit Liedern und Vorbereitungen gestartet. Dann kamen wir zusammen und es wurde im Wechsel eine Liturgie gefeiert, in die die Kinder mit Bibelversen und Bewegungen eingebunden waren. Das alles mündete dann in ein festliches Abendessen mit Brot, Wein und Saft und dazu Gnadentaler Rindswürste und Käsespätzle.
Die Kinder aus Gnadental erzählten mir sehr eindrücklich, dass sie die Sonntagsbegrüßung am meisten deshalb lieben, weil es immer noch Nachtisch gibt und nach dem Essen gemeinsam getanzt und gespielt wird. Auch das durften wir also miterleben und unseren Schelmengraben-Kindern, aber auch uns Erwachsenen gefiel dieser Teil des Tages natürlich besonders gut. Und so fuhren wir müde, aber auch erfüllt und gesegnet nach Hause.
Wir freuen uns auf weitere Treffen mit unseren Freunden aus Gnadental. Vielleicht bist du beim nächsten Mal auch dabei?!
Sabine Rahmani Fotos: S. Rahmani und ML Strähler
