herbstliche Landschaft mit Feld und Wald

So heißt es im Glaubensbekenntnis, das wir in fast jedem Gottesdienst gemeinsam sprechen. Was ist die „Gemeinschaft der Glaubenden“? Kann man nicht auch ohne Gemeinde „Christ“ oder „Christin“ sein?

Nun ja – natürlich hat jeder und jede von uns eine persönliche Geschichte mit Gott. Und im Rahmen dieser Geschichte ist es natürlich möglich, zu Hause, im Garten oder im Wald allein zu beten. Es ist auch möglich, die Bibel allein zu Hause zu lesen. Aber wenn wir an Jesus Christus glauben, wird uns die Gemeinschaft mit Gott immer wieder in die Gemeinschaft mit anderen Menschen rufen.

Denn Gott begegnet uns in den anderen Menschen. Ich kann nicht alleine das Abendmahl feiern. Ich kann nicht alleine Gottes Liebe weitergeben, wie es uns der Ruf Jesu aufträgt. Ich mag allein für mich Kind Gottes sein, aber als Kind Gottes bin ich eben eines von vielen. Wir sind Geschwister in Christus, Teil eines größeren Ganzen. Der Apostel Paulus gebraucht dafür das Bild des Leibes und der Körperteile: „Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus.“ (1. Korinther 12,12). Und so ruft uns diese Gemeinschaft in Christus in die irdische Gemeinschaft der Glaubenden – die Gemeinde vor Ort, so fehlerhaft und unvollkommen sie uns auch erscheinen mag. Indem wir uns auf diese Gemeinde einlassen und uns einbringen, haben wir aber die Möglichkeit, sie zu gestalten und zu verbessern.

Und da sind wir bei meinem Anliegen für diese Besinnung: Denken Sie doch mal darüber nach, wie Sie sich in der Gemeinde einbringen möchten – welcher auch immer, wir sind ja so eine bunte Mischung in unserer neuen Gesamtkirchengemeinde aus vier Ortsgemeinden. Es gibt ganz sicher einen Platz, an dem Sie Ihre Begabungen einbringen oder Ihre Interessen pflegen können. Und wenn es keinen passenden Platz geben sollte, können wir vielleicht einen schaffen. Denn die Gemeinde muss nicht so bleiben, wie sie immer war. Sie sollte aber durch die Zeit hindurch für möglichst alle Mitglieder einen Raum schaffen, in dem sie sich geborgen fühlen und in dem sie sie selbst sein können. Das kann sie aber nicht, wenn Sie nicht mit uns reden. Daher die Aufforderung: Sprechen Sie mit uns. Bringen Sie sich ein.

Im Sommer 2027 sind wieder Kirchenvorstandswahlen. Der Kirchenvorstand ist diesmal anders als bisher. Es sind nur noch zwei oder drei Vertreter aus jeder Ortsgemeinde zu wählen. Der Kirchenvorstand entscheidet über Verwaltungs-, Personal und Haushaltsfragen – alles wichtig für den Ablauf des Gemeindelebens, aber eher etwas für Menschen, die in einem größeren Zusammenhang arbeiten möchten. Wer sich dagegen konkret in den Gemeinden vor Ort einbringen möchte, die Aktivitäten vor Ort planen und gestalten möchte, ist in den Ortsausschüssen der vier Gemeinden, Auferstehung, Dreikönig, Heiland und Schelmengraben besser aufgehoben. Und wer an keiner Leitungsfunktion interessiert ist, kann jederzeit einfach nur so mitmachen. Sie sehen, es ist Platz für alle da. Wer einfach nur mitmachen möchte, kann jederzeit anfangen. Für die Arbeit im Ortsausschuss melden Sie sich bitte bei einem der Mitglieder des jeweiligen Ortsausschusses oder im Gemeindebüro. Es ist jederzeit möglich, einzusteigen, der Ortsausschuss muss das nur beschließen und dann ernennt der Kirchenvorstand die neuen Mitglieder. Man legt sich auch nicht auf ewig fest. Gerade aus Frauenstein suchen wir Mitglieder für den Ortsausschuss Dreikönig. Bei dem Kirchenvorstand ist die Lage etwas komplizierter. Alle 6 Jahre sind die Wahlen. Wir wählen nach Ortsgemeinden die jeweiligen Vertreter. Daher sind die Wahlen nächstes Jahr so wichtig – sowohl für die Kandidaten als auch für die Gemeinden. 2027 ist das erste Jahr, in dem die Wahl nicht nur wie bisher per Briefwahl stattfindet, sondern auch elektronisch. 

Im Winter sollten wir die Kandidaten dafür vorschlagen. Wenn Sie also nach den Sommerferien wieder durchstarten, überlegen Sie sich, ob Sie ein bisschen Energie für Ihre Kirchengemeinde übrighaben. Wie unser eigener Körper muss auch der Leib Christi immer gepflegt werden, und das ist eine Aufgabe für uns alle. Mit allen, die in den Gemeinden zusammenkommen und mitarbeiten, freue ich mich, von Ihnen zu hören.

Ihre Pfarrerin Jutta Leonhardt-Balzer

Kontakt Gesamtkirchengemeinde

Bürozeiten

Dienstag
15.00 bis 18.00 Uhr

Frau Daniel

Mittwoch
10.00 bis 12.00 Uhr

Frau Daniel

Donnerstag
10.00 bis 12.00 Uhr

Frau Wittich

Freitag
10.00 bis 12.00 Uhr

Frau Daniel und Frau Wittich